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ARA Anschluss an ARA Reuss-Schachen

Die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Obfelden wurde 1996 das letzte Mal erweitert und viele Anlageteile haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Die ARA Obfelden soll daher an die ARA Reuss-Schachen in Merenschwand angeschlossen werden. Die Stimmbevölkerung hat dem Vorhaben am 25. September 2022 in einer Abstimmung zugestimmt.

ARA Obfelden. Foto: Gemeinde Obfelden.

Die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Obfelden reinigt das Abwasser der Gemeinden Obfelden und Maschwanden sowie dem Weiler Dachlissen (Mettmenstetten). Die ARA wird betrieben und unterhalten von der Gemeinde Obfelden. Die Anlage wurde 1955 in Betrieb genommen und 1996 das letzte Mal erweitert. Mehrere Anlageteile haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Es braucht daher eine langfristige Lösung, welche mit ausreichend Kapazität die gesetzlichen Anforderungen für die kommenden 25 Jahren sicherstellt.

Als beste Lösung hat sich in einer Analyse ein Anschluss der ARA Obfelden an die ARA Reuss-Schachen in Merenschwand erwiesen. Diese Variante ist nicht nur wirtschaftlicher als ein Eigenausbau der ARA Obfelden am bisherigen Standort, sondern sie ist auch aus Sicht des Gewässerschutzes, der Energieeffizienz und der Betriebssicherheit besser geeignet. Für den Anschluss soll auf Seite Obfelden die heutige ARA in ein Abwasserpumpwerk und ein Regenbecken umgebaut werden, sowie eine Anschlussleitung nach Merenschwand erstellt werden.

Beidseitiger Handlungsbedarf

Die ARA Reuss-Schachen reinigt heute das Abwasser der Gemeinden Merenschwand, Aristau und Beinwil (Freiamt). Auf der ARA Reuss-Schachen hat ebenfalls ein Grossteil der Ausrüstung und Anlagetechnik die Lebenserwartung erreicht. Der aktuelle Zeitpunkt ist aufgrund des Handlungsbedarfs beider Anlagen ideal, um Synergien zu nutzen und eine gemeinsame Lösung zu realisieren.

Mit dem Ausbau der ARA Reuss-Schachen in Merenschwand wird eine moderne und betriebsfreundliche Anlage geschaffen, welche auch den zukünftigen Anforderungen an den Gewässerschutz gerecht wird. Das Herzstück der ARA, die biologische Reinigungsstufe, wird komplett neu erstellt. Beim Ausbauprojekt soll aber auch darauf geachtet werden, bestehende Bauten soweit möglich zu sanieren und weiterzuverwenden.

Das Projekt wurde in enger Kooperation mit allen betroffenen Fachstellen erarbeitet und ist daher breit abgestützt. Das Projekt wird vom Zürcher kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) befürwortet.

Voraussichtliche Projekt- und Betriebskosten

Die Investitionskosten für die Erweiterung wurden zum Zeitpunkt der der Abstimmung 2022 aufgrund der Wasserverbrauchszahlen der letzten drei Jahre berechnet. Die Berechnung hielt fest, dass voraussichtlich für Obfelden 14,83 Mio., für Maschwanden 1,83 Mio. und für Mettmenstetten bzw. den Weiler Dachlissen 410’000 Franken an Projektkosten anfallen. Die restlichen 50,5 % der Gesamtbaukosten von 31,25 Mio. Franken entfallen auf die Aargauer Gemeinden. Die Kosten sollen keinen Einfluss auf den Steuersatz haben.

ARA Reuss-Schachen. Foto: zVg.

Vergleicht man die zu erwartenden jährlichen Betriebs- und Kapitalkosten, wird mit dem Zusammenschluss der Betrieb günstiger. Allerdings steigen die Kapitalkosten. Unter dem Strich ist die Anschlusslösung rund 43’000 Franken pro Jahr günstiger. Der Effekt ist allerdings noch grösser, da zukünftige Anforderungen an die biologische Abwasserreinigung gemeinsam umgesetzt werden können. Zudem ist in Merenschwand eine PV-Anlage geplant. Langfristig, nach rund 15 Jahren, sollte von der gemeinsamen Anlage profitiert werden können.

Zustimmung zum Projekt

Die Obfelder Stimmbevölkerung hat dem Vorhaben am 25. September 2022 in einer Abstimmung zugestimmt. Auch die Bevölkerung der Aargauer Gemeinden Aristau, Beinwil (Freiamt) und Merenschwand – die aktuell Teil des Abwasserverbands Reuss-Schachen sind und die ARA Reuss-Schwachen betreiben – haben im November 2022 an ihren Gemeindeversammlungen dem Projekt zugestimmt

Aktueller Stand

Das Projekt wurde von den zuständigen Stellen der Kantone Aargau und Zürich und diversen Verbänden geprüft und es wurden weitere Informationen und teilweise Anpassungen zu verschiedenen Aspekten gefordert (u.a. betreffend Grundwasser, Oberflächengewässer, Fischerei). Die Baubewilligung der beiden zuständigen kantonalen Stellen ist daher noch nicht eingegangen. Gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan verzögert sich die Umsetzung des Projekts und damit auch die Inbetriebnahme der gemeinsamen ARA. Die Gemeinde informiert zur gegebenen Zeit erneut über das Projekt.

Bereits vollzogen ist der organisatorische Zusammenschluss mit dem Abwasserverband Reuss-Schachen. Seit 2024 ist die Gemeinde Obfelden als Verbandsgemeinde Teil des Abwasserverbands und im Vorstand vertreten.

Weitere Informationen

Kontakt

Nik Peter
Leiter Tiefbau, Gemeinde Obfelden
044 521 09 55
tiefbau@obfelden.ch