Bei 85 Prozent aller plötzlichen Herztode liegt anfangs ein Kammerflimmern vor. Ein Defibrillator kann diese elektrisch kreisende Erregung im Herzen durch gleichzeitige Stimulation von mindestens 70 Prozent aller Herzmuskelzellen unterbrechen.
Entscheidend bei der Defibrillation ist der frühestmögliche Einsatz, da die durch das Kammerflimmern hervorgerufene Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff (Gehirnischämie) binnen kurzer Zeit zu massiven neurologischen Defiziten führen kann. Aus diesem Grund werden auch im öffentlichen Raum immer mehr automatisierte externe Defibrillatoren (AED) platziert.
Auf dem Gebiet der Gemeinde Obfelden sind aktuell (Stand: Juni 2026) 14 AED-Geräte platziert. Sie befinden sich im Schnitt in einem Abstand von 250 Metern an öffentlich zugänglichen Standorten – unabhängig davon, ob es Standorte der Gemeinde, von lokalen Betrieben oder Privaten sind. Damit sollen alle Bürgerinnen und Bürger im Notfall rasch Zugang zu den lebensrettenden Geräten haben. Unter www.defikarte.ch können die exakten Standorte eingesehen werden. Informieren Sie sich! Damit im Notfall keine Zeit verloren geht.
Bei einem Kammerflimmern sinkt die Überlebenschance der Patienten pro Minute um 10 %. Daher muss und sollte der Einsatz eines AED so früh wie möglich stattfinden. AEDs sind einfach zu bedienen:
Das Gerät gibt klare akustische Anweisungen und löst den Elektroschock nur bei Bedarf aus. Das Gerät erkennt selbständig, ob die Elektroden richtig angebracht sind, liest das EKG und stellt die Diagnose. Nur wenn ein potenziell tödliches Kammerflimmern vorliegt, erteilt das Gerät die Aufforderung zum Auslösen des Elektroschocks.