Das Jagdrevier Obfelden umfasst etwas mehr als 93 Hektaren, die bejagbare Feldfläche etwas über 147 Hektaren. Zuständig für das Jagdrevier sind mehrere ausgebildete Jäger und ein Jagdlehrling. Sie erfüllen einen umfangreichen öffentlichen Leistungsauftrag: Sie sorgen für einen angepassten Wildtierbestand nach Absprache mit dem Förster, retten Rehkitze, bergen verletztes Wild und rücken zu Wildunfällen aus. Sie minimieren ausserdem Wildschäden in Feld und Wald und engagieren sich sowohl für die Erhaltung der Biodiversität als auch für die Aufwertung der Ökosysteme.
Aus gesundheitlichen Gründen muss sich René Moser, langjähriger Jäger im Jagdrevier Obfelden, per sofort aus der Bewirtschaftung des Jagdreviers zurückziehen. René Moser war seit 2017 im Auftrag der Gemeinde und als Teil einer Jagdgesellschaft regelmässig in den Obfelder Wäldern unterwegs. Die Gemeinde dankt René Moser herzlich für seine langjährige und professionelle Arbeit und wünscht ihm viel Kraft.
Die Hege und Pflege des Wildes wird vorübergehend durch die anderen beteiligten Jäger der Jagdgesellschaft übernommen. Sie haben die entsprechenden Jagdnachweise und kennen das Obfelder Jagdrevier. Über das weitere Vorgehen entscheidet die Gemeinde zur gegebenen Zeit.
Der Kanton Zürich pflegt das Revierjagdsystem. Bei diesem verpachten die politischen Gemeinden das Jagdrecht durch einen Vertrag an eine Gruppe von Jägern respektive an eine Jagdgesellschaft für eine bestimmte Periode. Meist sind das acht Jahre. Um in einem Zürcher Jagdrevier zuständig sein zu dürfen, müssen Bewerbende ein gültiges Zürcher oder ein anerkanntes ausserkantonales Jagdfähigkeitszeugnis besitzen. Die Vergabe des Jagdreviers erfolgt dann durch die Reviergemeinde.
Die Jagd im Kanton Zürich wird weitestgehend im Milizsystem durchgeführt. Ausserdem zahlen Jägerinnen und Jäger Pacht und beteiligen sich an den Wildschäden. Für die Bevölkerung fallen so kaum Kosten an.
Die aktuelle Jagdpachtperiode hat 2025 begonnen und dauert bis 2033.